Hellflame Festival
Disturbed
Lordi
Blind Guardian
Fear My Thoughts
Communic
Mob Rules
Dragonforce
Slayer
Napalm Death
Lacuna Coil
Amon Amarth
Danish Dynamite
Cradle of Filth
The Vision Bleak
Winternoise Festival
Kataklysm
Tarot
Morgana Lefay
Mercenary
Subway to Sally
Within Temptation
Entwine
Slayer
Machine Head
Epica
Mob Rules
Candlemass
Devil Driver
Iced Earth
Gotthard
Motörhead
Helloween
The Black Dahlia Murder
Apocalyptica
Darkness over X-mas
Obituary
Maroon
girugämesh
Megadeth
Slayensemble
Immolation
Rotten Sound
Tomahawk Festival
Bullet for my Valentine
Down
Sworn Enemy
Dragonforce
Volbeat
Heidenfest
Enslaved
Hate Eternal
The Black Dahlia Murder
Metallica
Killswitch Engage
Vader
Hatebreed
Wolves In The Throne Room
Walls Of Jericho
Bleeding Edge Festival
Malevolent Creation
Death Feast Ultimate
The Sorrow
Bring Me The Horizon
Paradise Lost
Darkness over X-mas
Machine Head
Adept
Lamb Of God
War From A Harlots Mouth
We Butter The Bread With Butter
Within Temptation
Bleed From Within
Wolves In The Throne Room
Dew-Scented
Carnifex
Rotten Sound, 27.03.2008

Osnabrück - Bastard Club
Support: The Ocean, Victims & Trap Them


Gott sei Dank sind die Temperaturen seit dem gestrigen Abend mit Immolation und Konsorten etwas gestiegen, so daß es sich im Bastard Club heute etwas besser aushalten lässt. Mindestens genauso extrem - wenn auch auf andere Weise - gestaltet sich der heutige Abend, vor dem der Frühling wohl doch noch etwas Bammel hat, dafür aber 20/30 Besucher mehr an Land zieht als gestern. Die rekrutieren sich augenscheinlich mehr aus der Core-Ecke und ein oder zwei Emo-Girlies werden auch gesichtet.


Los geht es mit Trap Them aus Amiland und zumindest ich stelle sofort fest, daß mir diese Art von Sound gar nicht liegt. Fiep hier, Blast da, mit Lava-Doom gespickte Brutalo-Breaks. Jipp, die sind anstrengend, aber sie ziehen ihre Sache kompromisslos durch und ernten dafür Zuspruch. Das Merchandising wird anschließend auch gut verkauft. Für den bloßen Betrachter ist sogar recht amüsant, daß der Drummer hinter seinem Kit aussieht, wie ein kleines Baby, welches zum ersten Mal mit dem Kochlöffel auf Mama's Töpfen rumklopfen darf. Erschreckender ist mehr, daß er trotzdem timingsicher arbeitet. Irre.


Trap Them (Foto: sw) 



Die Schweden Victims dürfen dann ohne mich spielen, da ich mich in den Tourbus zum gepflegten Plausch mit The Ocean's Chefdenker Robin begebe. Das dauert dann auch wieder so lange, bis uns der Tourmanager darauf hinweist, daß so langsam das Set Up beginnen sollte.

Das Meiste davon steht aber eigentlich schon, denn The Ocean haben ihre eigene computergesteuerte (!) Lightshow mitgebracht und die steht seit Beginn des Abends und wartet nur darauf, die Anwesenden zu hypnotisieren. Was dann kommt, ist kaum in Worte zu fassen und mir klappt die Kinnlade nicht nur einmal gen Fußboden. So massiv, so intensiv und durch ton- bzw. breakgenaue Lichteffekte wird der Zuschauer mitgenommen auf eine Reise zum Mittelpunkt der Erde. Besser kann man es bald nicht beschreiben. Musikalisch zeigt sich das Kollektiv als DER Gegenpol des Abends und ist wahrscheinlich gerade deswegen wohl die härteste Band des Abends. The Ocean sind wie Kino. Ein Metal gewordener Dokumentarfilm über Mutter Erde und ihre Geschichte. Einzelne Songs sind fast nebensächlich, denn hier zählt nur der urgewaltige Gesamteindruck. The Ocean kann man nicht beschreiben - man muß sie erleben im wahrsten Sinne des Wortes!


The Ocean (Foto: sw) 



Die Grindcore-Helden von Rotten Sound gehen dann quasi wieder back to topic und zerschroten in den kommenden 30 Minuten alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Für einen Headliner zwar wenig Zeit, bei der Musik ist das aber auch nicht wild, denn die Finnen hängen sich echt rein und werden vom Neu-Drummer Sami (Kai ist bekanntermaßen bei Wintersun) im Hurricane-Tempo nach vorne gepeitscht. Grindcore der ganz hohen Schule, der schon längst bei jeden angekommen sein müsste, dem das traurige Ende von Nasum immer noch in den Knochen sitzt.


Rotten Sound (Foto: sw) 



Text & Fotos: Siegfried Wehkamp