Hellflame Festival
Disturbed
Lordi
Blind Guardian
Fear My Thoughts
Communic
Mob Rules
Dragonforce
Slayer
Napalm Death
Lacuna Coil
Amon Amarth
Danish Dynamite
Cradle of Filth
The Vision Bleak
Winternoise Festival
Kataklysm
Tarot
Morgana Lefay
Mercenary
Subway to Sally
Within Temptation
Entwine
Slayer
Machine Head
Epica
Mob Rules
Candlemass
Devil Driver
Iced Earth
Gotthard
Motörhead
Helloween
The Black Dahlia Murder
Apocalyptica
Darkness over X-mas
Obituary
Maroon
girugämesh
Megadeth
Slayensemble
Immolation
Rotten Sound
Tomahawk Festival
Bullet for my Valentine
Down
Sworn Enemy
Dragonforce
Volbeat
Heidenfest
Enslaved
Hate Eternal
The Black Dahlia Murder
Metallica
Killswitch Engage
Vader
Hatebreed
Wolves In The Throne Room
Walls Of Jericho
Bleeding Edge Festival
Malevolent Creation
Death Feast Ultimate
The Sorrow
Bring Me The Horizon
Paradise Lost
Darkness over X-mas
Machine Head
Adept
Lamb Of God
War From A Harlots Mouth
We Butter The Bread With Butter
Within Temptation
Bleed From Within
Wolves In The Throne Room
Dew-Scented
Carnifex
Communic/Scar Symmetry, 06.10.2006

Osnabrück/Rosenhof


Es war schon immer eine recht undankbare Aufgabe, als Opener eines Konzertes zu fungieren. Die Schweden von Scar Symmetry haben heute im Osnabrücker Rosenhof im Rahmen der "Waves of pitch black decay"-Tour mit den Norwegern Communic das schwere Los gezogen, vor weniger als 100 Leuten den Abend zu eröffnen.
Wie so oft bei eher schlecht besuchten Konzerten, hält sich die Meute auch an diesem Abend wieder einmal lieber im hinteren Bereich des Clubs auf. Nur ganz allmählich füllt sich der Platz vor der Bühne. Mag zum einen daran liegen, dass im Laufe der ersten paar Songs bereits so etwas wie Stimmung aufkommt, und zum anderen sind (zum Glück) auch einige Leute der Aufforderung "come f*cking closer!" von Sänger Christian Älvestam gefolgt.
Die Musiker von Scar Symmetry sind redlich bemüht, die Stimmung zumindest in den ersten 4 oder 5 Reihen vor der Bühne (mehr sind es ja leider eh nicht) zu halten, was ihnen auch durchaus gelingt.
Der sympathische Fünfer präsentiert eine gute Mischung aus ihren beiden Alben "Symmetric in design" (2005) und "Pitch black progress" (2006), und wie zu erwarten gibt es bei der Ankündigung des letzten Songs des Abends mehrere Rufe der Sorte "Illusionist!". Und mit dem genau diesem Song, dem wahrscheinlich Stärksten der Band, wird der offizielle Teil des Sets dann auch beendet. Auch wenn nach wie vor so gut wie nichts los ist, und die meisten Leute am heutigen Abend auf Communic warten, reicht die Stimmung zumindest noch für eine Zugabe: Mit "Veil of illusions" endet der Auftritt nach rund 55 Minuten. (maz)




Tja, und danach bleibt der Grundtenor zwar des Gleiche, aber halt von allem ein bißchen mehr. Auf der Bühne stehen bereits zwei Hochkant-Banner mit Motiven des aktuellen Communic-Albums, pünktlich zum Intro ist der "Andrang" vor der Bühne engagierter und man merkt sofort, daß das Trio wirklich mehr Sympathisanten hat. Die sind von Beginn an sehr zufrieden und stören sich im Nachhinein nur daran, daß lediglich 6 Songs gespielt wurden. Aber eigentlich ist es egal, welche Songs Communic spielen, denn jeder für sich ist ein kleines Meisterwerk in Sachen melancholischer Progressiv/Power Metal. Die Darbietung ist fast schon als traumwandlerisch sicher zu bezeichnen. Gegenüber den Studioversionen wird etwas schneller agiert und dadurch aggressiver. Das Fehlen der Keyboards - und man vermisst sie nicht einmal - macht schlußendlich klar: DAS ist echtes Live-Feeling! Wozu ein zweite Gitarre, wenn Erik Mortensen das am Bass gleich mit erledigen kann (sogar in den Akustik-Passagen!!). Drummer Tore Atle Andersen trommelt punktgenau und lässt erst gar nicht zu, daß sich Soundlöcher auf tun. Für den Rest sorgt Sänger/Gitarrist Oddleif Stensland, der nicht nur absolut klasse singt, sondern auch alle Parts einwandfrei über seine sechs Saiten bringt, als wäre es das Normalste der Welt. Drei Vollblutmusiker, gleichwertig in ihren Funktionen für die Band, ernsthaft aber trotzdem sympathisch, souverän aber nicht hochnäsig, und vor allem ehrlich zu sich und den Fans.
Nach einer genialen Version von "Conspiracy in mind" ist der Spuk nach knapp einer Stunde leider wieder vorbei. Und ich bin wohl nicht der Einzige, der gerne noch etwas mehr gehabt hatte ... schnief. Aber der Rosenhof muss ja unbedingt um 23 Uhr eine 80er Jahre Party schmeißen. Nee, nee...

Eines sei noch eben erwähnt. Die Rückfahrt wird dann stilecht mit Communic aus der Konserve untermalt. Und da fällt es mir auf: Auf CD mögen Communic vielleicht noch etwas nach den großen Nevermore klingen. Das ist beileibe nicht schlimm und die beiden Alben sind ja jetzt schon so was wie Klassiker. Aber durch die Live-Präsentation entwickeln sich die Norweger immer mehr zu einem Unikat, welches absolut keine Vergleiche mit dem Quintett aus Seattle fürchten muss. Danke! (sw)




Setlist - Scar Symmetry

Calculate the Apocalypse
Slaves to the subliminal
Chaosweaver
Abstracted
Mind machine
Reborn
Underneath the surface
Retaliator
Obscure alliance
The illusionist

Veil of illusions



Setlist - Communic

Frozen asleep in the park
Communication sublime
Under a luminous sky
Waves of visual decay
Fooled by the serpent

Conspiracy in mind



Fotos: Siegfried Wehkamp