VÖ: 15. Mai 2009 Steamhammer
"Play my game" - der Ripper geht weiterhin unbeirrt seinen Weg. Und ich dachte, das hätte er bereits mit seiner Band Beyond Fear gemacht. Stattdessen kredenzt er der Metalwelt sein erstes vollwertiges Solo-Menü. Vollwertig? Darf ich vorstellen: Tim 'Ripper' Owens feat. 4 Drummer, 6 Bassisten, 11 Gitarristen und 5 Co-Songwriter (bei 7 Stücken), wobei der Chef selbst bei allen 12 Songs die Hand drauf hat (die Namen werden aus Platzmangel unterschlagen). Das klingt oberflächlich zwar nach zu vielen Köchen am Brei, macht auf dem Teller aber das abwechslungsreichste Gericht, das Mr. Owens je abgeliefert ab. Und das Beste ist, daß man - auch ohne die Stimme zu hören - das Gefühl hat, typische 'Ripper'-Kompositionen zu hören. Sein Streben nach "einer modernen Version eines klassischen Metal-Albums" (O-Ton: Owens) hat er weiter ausgebaut und zeigt sich nicht nur melodiöser denn je, sondern auch als an sich selbst gewachsener Songwriter. Die Songs klingen noch flüssiger, sind allesamt richtig groove-betont und besitzen so viel Klasse, daß der Hörer nicht zum Denken verleitet wird, der Ripper müsse sich mit seiner Stimme profilieren. Die ist sowieso kritiklos genial. Nach Beyond Fear ist Tim 'Ripper' Owens abermals ein zeitloses Stück Heavy Metal gelungen, welches nur aufgrund des Variantenreichtums ein klein wenig vor dem Debüt seiner Stammband steht. (sw)
- 8,5/10 -
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