THE LAST FELONY - Too many humans

VÖ: 23. Juli 2010
Lifeforce Records

Der Verdacht, dass es sich bei The Last Felony um die nächste Deathcore-Kapelle handeln könnte, erweist sich als falsch. Zwar finden sich hier und da durchaus Querverweise in diese Richtung, doch im Grunde spielt man modernen technischen New School Death Metal, der sich eher an Bands wie Suffocation oder Dying Fetus orientiert, und sogar mal ansatzweise in Richtung Black Metal ausbricht ("Water cooler suicide"). 32 Minuten lang knüppelt man sich durch 9 technisch absolut hochwertige Songs, die noch dazu erstklassig von Chris Donaldson (Cryptopsy, Neuraxis) produziert wurden. Nun mag das alles zwar noch nicht wirklich etwas Außergewöhnliches sein, denn gerade aktuell gibt es viele ähnlich gelagerte Bands, aber The Last Felony haben einen entscheidenen Vorteil: Trotz aller Brutalität und Brachialität, des enorm hohen Aggro-Levels, den rasanten und schwindelerregenden Drums, können die Kanadier "richtige" Songs schreiben, die man in manchen Passagen sogar als melodiös und eingängig bezeichnen kann. Man rast nicht unkontrolliert durch die Songs, sondern spielt geschickt mit Blastbeats, Downbeats - und allem was dazwischen liegt. Heraus kommen dann solche Perlen, wie das apokalyptische "Televisionary", das im Midtempo endende "No one would notice if you died", das höchst mitreissende "Quandary" ... ich könnte hier jetzt eigentlich jeden einzelnen Titel aufführen, aber dafür habe ich keine Zeit, denn ich muss mir dringend das Debutalbum ("Aeon of suffering", 2008) zulegen. "Too many humans" ist ein Pflichtkauf für alle Fans dieses Genres! (maz)

- 8,5/10 -



 



THE AGONIST - Lullabies for the dormant mind
THE GATES OF SLUMBER - Hymns of blood and thunder