VÖ: 04. September 2009 Candlelight Records
Jetzt wird es interessant. Savage Messiah aus England scheinen mir die ersten zu sein, die trotz massiver Old School-Allgegenwärtigkeit nicht vergessen, daß wir längst das neue Jahrtausend haben. Da klingt der Beginn des eröffnenden Titelsongs kurz wie thrashige Arch Enemy (auch die starke Produktion ist da mit Schuld), bis Fronter Dave Silver den ersten Scream rausposaunt. Eine dezente Ähnlichkeit mit Communic's Oddleif Stensland ist ihm nicht abzusprechen. Diese immer mal wiederkehrenden hohen Backings unterstreichen das. In ruhigen Passagen versprüht die Band gerne mal "Cemetery gates"-Flair ("Silent empire"). Hingegen mit Highspeed angereichert sind auch nur zwei der neun Songs. Dafür geht es zwischendurch mal mehr Annihilator-like gen Uptempo wie bei "The serpent tongue of divinity" oder "He who laughs last". Zusammengefasst klingt das so: Kein Baller-Thrash, sondern mit Köpfchen, eine angenehme Balance aus groovender Härte und gutem Melodieverständnis und (ähnlich wie ihre Landsmänner von Warpath) mit dem Blick für's Wesentliche. Nämlich Songs schreiben, die nicht überladen sind und deswegen gut hängen bleiben. "Insurrection rising" ist aktuell das modernste traditionelle Thrash-Album, das ich kenne. Und verdammt - es klingt richtig gut. (sw)
- 8/10 -
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