REVOCATION - Existence is futile

VÖ: 02. Oktober 2009
Relapse Records

In Boston hört man offensichtlich gerne Hatesphere (mit einigen Querverweisen vertreten), und hat ein Faible für technischen Death Metal und zugleich Funk. Im Falle von Revocation (nicht zu verwechseln mit Evocation!) heißt das: Meist im hohen Tempo klingt der Thrash-Anteil nicht so oldschool, wie bei der aktuellen Retro-Welle, wogegen der Death-Anteil fast schon leichtfüßig durch die Ohren ballert. Das mag wohl an der zwar druckvollen, aber sehr transparenten Produktion liegen. Der Ein-Gitarren-Sound macht sich speziell in den Solo-Parts richtig gut bemerkbar und genau dort kommt das Thema Funk 'n Fun richtig zum Tragen. "Dismantle the dictator" treibt es richtig auf die Spitze. Da stehen Thrash-Riffs mit derben Blasts und einem fast jam-artigen Solo Schulter an Schulter, als wäre es das Normalste von der Welt. Aber neben technisch perfekt umgesetzten Abrissbirnen wie "Pestilence reigns" oder "ReaniManiac" steht der Spaß (und den hat man hier wirklich) trotz aller musikalischer Härte voll im Vordergrund. Warum sollte man sonst ein Instrumental "Across forests and fjords" nennen - als Ami?! Die "Anthem of the betrayed" ist sogar richtig groovy und wartet mit einigen Classic Metal-Zitaten auf. So verwirrend die Mischung auch klingt, sie ist es nicht. Sie ist sogar irgendwie originell. Nur die Zutaten sind hinlänglich bekannt. (sw)

- 7,5/10 -



 



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