MORRIGU - The niobium sky

VÖ: 09. Oktober 2009
Dark Balance

Das ist doch jetzt mal wirklich ein Leckerli aus dem Land der berühmten Kräuterbonbons: Morrigu aus der Schweiz veröffentlichen dieser Tagen nach zwei EPs und ihrem Debutalbum nun mit "The niobium sky" ihr zweites Album, und haben mir erfreulicherweise das derzeitige Regenwetter mehr als versüsst. Nach dem pfeiffenden Herbstwind im Intro "Last embrace" geht's mit "Black dust" und "Against the sun" gleich richtig zur Sache: Düster, melancholisch, schwermütig - eigentlich typisch skandinavisch. Aber das Quintett aus dem Alpenland spielt darüber hinaus mit einer (scheinbaren) Leichtigkeit mit diversen "Schubladen" und musikalischen Einflüssen. Da trifft Dark Metal auf keltische Mythologie und hin und wieder blitzen die Wurzeln der Band - schwermütiger "Doom-Death" - auf. Man fühlt sich an Bands wie Vintersorg, Evergrey oder auch etwas "langsamere" Dark Tranquillity oder Moonspell erinnert. Für die mitunter packende Schlagzeugarbeit ist übrigens Merlin Sutter (Eluveitie) verantwortlich, und Gitarrist und Sänger Sevi Binder sorgt mit seiner schwermütig-melancholischen Stimme durchweg für bedrohlich wirkende Gänsehaut-Atmosphäre, und mit Songs wie z.B. "Wallow in the past" hat man sogar hitverdächtige und mehr als amtliche Hochgeschwindigkeitsnummern im Programm. Als Anspieltipp sei unbedingt das mit prasselndem Regen beginnende Instrumental "At the gathering of stars" empfohlen, das einfach nur erstklassig ist, und mit einer absolut starken Gitarrenarbeit aufwartet, während beim epischen Midtempo-Song "The great finding" dann auch etwas gegrowlt werden darf. Ein wirklich starkes Album, und durchaus eine kleine und angenehme Überraschung. (maz)

- 8/10 -



 



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