VÖ: 11. September 2009 Roadrunner Records
Die kreative Steigerung (vorrangig zu alten Stärken) seit "The world needs a hero" reißt nicht ab. Macht das "Endgame" zum besten Megadeth-Album seit "Rust in peace"? Gleich nach dem melodischen Eröffnungs-Instrumental folgt mit "This day we fight!" die perfekte Abrissbirne (eine von Zweien), die zeigt, daß olle Dave Mustaine offensichtlich gerade in der Blüte seines Lebens steht. Da man dort bekannterweise aus dem Vollem schöpfen kann, wird dann beim folgenden "44 minutes" oder bei "Bodies left behind" die erhabene "Countdown to extinction"/"Youthanasia"-Zeit geehrt. Aber wozu auf Einzelheiten achten. "Endgame" lebt von tonnenweise messerscharfen Riffs, schlüssigem und erfrischendem Songwriting und - als wäre es nicht genug - von echt irrsinnigen Solo-Duellen von Dave Mustaine und Neuzugang Chris Broderick (ex-Jag Panzer). Ich sehe die beiden Saitenhexer förmlich vor mir, wie sie sich im Studio hochpushen und vis-a-vis die Licks um die Ohren pfeffern. Aber egal welche Schattierung der Vergangenheit mit in den Sound einfließt ("Risk" und mit Abstrichen "Cryptic writings" mal ausgeklammert), es sitzt, es knallt und es ist bissig. Von der ersten bis zur letzten Sekunde. Seit langem habe ich nicht mehr so gerne Megadeth gehört. Womit ich auf die anfangs gestellte Frage zurück komme ... ja! (sw)
- 8,5/10 -
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