VÖ: 16. Juli 2010 Candlelight Records
Ich hasse es, keine Vergleichsmöglichkeit zu haben, nur weil es mir über die Jahre nicht gelungen ist, den beeindruckenden Limbonic Art-Backkatalog ins Regal zu stellen. Doch nun sind sie zurück - vielmehr er ist zurück. Denn Daemon ist fortan alleiniger Herrscher über das limbonische Reich. Und das regiert er nach dem 2007er Comeback-Album "Legacy of evil" mit eiskalter Faust weiter. Mir egal, ob "Phantasmagoria" nun schlechter (schwer vorstellbar) oder besser (wer weiß) als der Rest ist. Es ist ein Black Metal Album, bei dem ich endlich wieder zu Recht die geilsten Adjektive auspacken kann: Furios, apokalyptisch, eiskalt, bedrohlich, majestätisch. Die direkte auf Powerchords (und nicht auf Dissonanz) gestützt Gitarrenarbeit, wütet mit den erhabenen Keyboard-Teppichen um die Wette. Eine saubere Mischung, die richtig knallt! Abgesehen davon sind Limbonic Art die einzige Band, bei der ich einen Drumcomputer ohne Abstriche akzeptiere. Daemon hält also auch im Alleingang das beängstigend hohe Niveau, wie das entfesselte Quartett "A world in pandemonium", "Flight of the minds eye", "Apocalyptic manifestation" und "Prophetic dreams" wirklich am Eindrucksvollsten beweisen. Da geht man in die Knie - so oder so! (sw)
- 8,5/10 -
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