VÖ: 28. August 2009 OnFire Records / Roadrunner Records
Ich muss zugeben, der Vorgänger ("Bloodangel's cry", 2007) hat mir ausgesprochen gut gefallen. Umso gespannter war ich natürlich, wie sich das deutsche Quartett um die sympathische Fronfrau Ji-In Cho weiterentwickelt hat. Der Opener "Ignition" hat zwar einen wirklich starken Refrain, aber irgendwie wirkt der ganze Song von der Instrumentierung her etwas unstimmig, und der nachfolgende Titelsong des Albums ist eine jederzeit austauschbare Dark-Rock-Nummer, ohne jeglichen Anspruch - wie leider so vieles auf diesem Album. Und vor allem ich frage mich: Was zum Henker hat Ji-In mit ihrer Stimme gemacht? So langweilig und dünn klang sie doch noch nie! Schlecht produziert? Keine Ahnung. Bei Songs wie "Why (did you stop the world from turning)" oder "The freak in me" möchte man einfach nur die Skip-Taste drücken, um der Langeweile zu entkommen, wäre da nicht ... ja, wäre da nicht der nächste Song, der da leider kaum Abhilfe schafft. Bei "Deny" wird zwar mal ordentlich Druck gemacht, was den Song aber letztendlich auch kein Stück besser macht. Denkt man sich bei "For you I bring the devil down" die Gitarren weg, hätte man einen perfekten Schlagersong. Wie gesagt, ich mochte das Vorgänger-Album, und ich mag auch die Band, aber sorry, DAS hier geht mal so gar nicht. Ich war schon lange nicht mehr so froh, als eine CD endlich zu Ende war. Die erste große Enttäuschung 2009. Schade, da wäre viel mehr drin gewesen. (maz)
- 5/10 -
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