KILL HANNAH - Until there's nothing left of us

VÖ: 23. Mai 2008
Roadrunner

Schon wieder eine neue Band? Nein! Kill Hannah wurden bereits 1995 in Illinois/Chicago gegründet und können bereits auf eine Vielzahl von Veröffentlichungen zurückblicken.
Das 2006er Album "Until there's nothing left of us" erscheint mit reichlich Verspätung nun endlich auch hierzulande.
Um eines gleich vorweg zu nehmen: Kill Hannah machen keinen Metal. Die Optik - schwarzes Outfit, Kajal, und perfekt durchgestylt - lässt bereits erahnen, was den Hörer erwartet: Das Quintett präsentiert auf diesem Album wirklich amtlichen Düster-Rock, teils sehr eingängig und poppig, teils so herrlich melancholisch, daß sich einem der arg strapazierte Sammelbegriff "Emo" förmlich aufdrängt und man Parallelen zu Bands wie My Chemical Romance oder auch 30 Seconds to Mars erkennt. Da das Alter (fast) aller Bandmitglieder schon jenseits der 30 ist, handelt es sich aber nicht um irgendeine gehypte Truppe mit fragwürdiger Existenzberechtigung, sondern um eine gestandene Band (250 Konzerte in 18 Monaten, u.a. im Vorprogramm von Velvet Revolver, HIM und Evanescence).
Das Album bietet eigentlich für jeden Geschmack etwas: Eingängige Hymen wie "Boys & girls" oder "Crazy angel", Midtempo-Songs der Sorte "The songs that saved my life" oder auch "Black poison blood", starke Rocknummern wie "Love you to death", und eben einem absolut erstklassigen Überhit (= Anspieltipp): "Lips like morphine".
Glatt gebügelt hin oder her, diese Album ist eingängig, macht Spaß, und wird seine Käufer in der Zielgruppe definitiv finden. (maz)

- 7,5/10 -


 



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