VÖ: 26. Juni 2009 Massacre Records
Das kleine schwedische Städtchen Bollnäs ist für drei Dinge bekannt: Seinen komischen Namen, Tad Morose und Morgana Lefay. Wir kümmern uns um die letzten beiden Punkte und fügen nun Inmoria hinzu, deren Kopf - oh Wunder - Keyboarder Dan Eriksson (ex-Tad Morose) ist. Passenderweise folgten seine ex-Kollegen seinem Ruf und das Mikro ergriff Morgana Lefay-Goldkehlchen Charles Rytkönen. Inzucht? Lauer musikalischer Aufguss? Weit gefehlt! Denn "Invisible wounds" positioniert sich aus dem Stand heraus neben die Hauptbands, ohne sich an Selbige anzubiedern. Zugegeben, eine Nummer wie "Fantasy" wäre auch ein guter Morgana-Track - in dieser Ausführung dort aber nicht passend. Bei Inmoria wird ebenfalls trendfreier Metal mit Atmosphäre, mächtig Power und Tiefgang geboten. Ohne Keyboards könnte man fast von Groove Thrash reden. Man könnte auch Bands wie Morgana Lefay, Nevermore oder Evergrey in den Mund nehmen. Doch dafür klingen die 10 Songs zu eigenständig. Die Keyboards sind allgegenwärtig, modern bombastisch, aber nie zu aufdringlich. Die Drums treiben zusammen mit den sich zu Tode riffenden Gitarren alles vor sich her, und Charles Rytkönen findet hier anscheinend seinen Jungbrunnen. Die Texte sind persönlicher, was sich in der gesteigerten Ausdruckskraft seiner beeindruckenden Stimme wiederspiegelt. "Invisible wounds" ist ein packendes Album, dessen Beschreibung "Dark Power Metal" sehr wohl zutrifft, wenn man sich den Pathos wegdenkt, der den ersten Begriffen anhaftet, und das Wort Metal deutlicher unterstreicht. (sw)
- 8,5/10 -
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