VÖ: 26. Juni 2009 Massacre Records
"Diabolical figures" ist nun schon das siebte Album der Italiener, und nach wie vor sind die Zutaten grob die gleichen: Ein bißchen Black, ein bißchen Death, viel Bombast und ein manchmal alles zukleisternder Keyboard-Teppich. Zugegeben, Hochgeschwindigkeitsnummern wie "Circus of the damned" oder "Hell's creation" haben durchaus ihren Reiz, und Gast-Sänger Karsten "Jagger" Jäger (Disbelief) verleiht dem bedrohlich wirkenden "Forlorn hope" eine ganz besondere Note, aber alles in allem fehlen mir so ein bißchen die "Aha!"-Momente, die sich im Ohr festsetzen. Daß die Bands durchaus eingängige Hits schreiben kann, hat die Vergangenheit ja bereits gezeigt. Stattdessen setzt man aber einmal mehr auf eine - in meinen Augen - eher zweifelhafte Coverversion. Diesmal musste "Message in a bottle" von Police dran glauben, und auch wenn der Pressetext dieser Version "das Zeug zum Club-Hit" attestiert, fühle ich mich von dieser Graveworm-Version (wie eigentlich bei all ihren Coverversionen) doch eher etwas gelangweilt. Da hätte ich mir lieber noch den einen oder anderen eigenen Hit gewünscht. Mir persönlich fehlt abschließend hier und da noch so das eine oder andere i-Tüpfelchen oder einfach nur eine kompositorische Glanztat, und auch Andy Classen's Produktion klingt mir etwas zu scheppernd. Wie dem auch sei, Graveworm verfolgen weiter konsequent ihr Ziel und werden sicherlich alle bisherigen Fans auch mit "Diabolical figures" vollends überzeugen können. (maz)
- 7/10 -
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