GORGOROTH - Quantos possunt ad satanitatem trahunt

VÖ: 23. Oktober 2009
Regain Records

Es gibt bestimmt nicht wenige, die nach dem ganzen Namensrechte-Hickhack ein richtig frustablassendes Rüpelwerk von Infernus & Co. erwartet haben. Dem ist auf den ersten Blick definitiv nicht so, denn "QPAST" stapft nicht selten im majestätisch-treibenden Midtempo durch Norwegen. Gerüpelt wird natürlich auch (alles von ex-Dissection-Drummer Tomas Asklund sehr wuchtig vorgetragen), aber egal was Infernus hier auch präsentiert, man hat immer das Gefühl, er führt hinter seinem Rücken musikalisch noch etwas im Schilde. Ob nun der Opener "Aneuthanasia" erst mal roh und rotzig Feuer legt, oder das epische "Rebirth" jedem Doom-Fan gefallen dürfte, man fühlt, wie dem Mann die zu Noten gewordene Boshaftigkeit und Garstigkeit im Blut liegt. Man denkt, da kommt gleich noch was ganz Schlimmes, tut es aber nicht, und trotzdem fühlt man sich nach dem Genuss von "QPAST" wohlig unwohl (ja, das geht). Ob es an den rohen und traditionell gehaltenen Gitarren liegt, oder dem derben Gekeife von Rückkehrer Pest (bei "Human sacrifice" mit starkem Klargesang), es liegt immer dieses komische Gefühl in der Luft. Vielleicht muss man gedanklich mit Infernus wirklich auf einer Wellenlinie sein, um dieses Album richtig würdigen zu können. Der Teufel steckt hier sprichwörtlich im Detail bzw. zwischen den Zeilen. Das macht das Album zwar etwas sperriger, unter'm Strich aber zum bis dato abwechslungsreichsten Gorgoroth-Album und allein diese Tatsache sollte man Infernus hoch anrechnen. (sw)

- 7,5/10 -



 



GRIFTEGARD - Solemn - Sacred - Severe
GALAR - Til alle heimsens endar