VÖ: 27. März 2009 Century Media
Bei dem Begriff "Sleaze" wird mir ja echt schummrig in der Magengegend. Doch dann kommt Duff McKagan - seines Zeichens ja ex-Bassist von Guns 'n Roses bzw. noch bei Velvet Revolver - und schafft Abhilfe. Denn auf "Sick" klingt alles schön bodenständig, ehrlich und es rockt. Das fängt beim eröffnenden Titelsong schon an, der wirklich rotzfrech um die Ecke schießt. Auch wenn der folgende Song richtig kitschig "Sleaze factory" heißt, ist er aber trotzdem ein kleiner Hit. Kitschig oder gar schmalzig ist dann eher das mit netten Bläsern unterlegte "Blind date girl" - wer's mag. Dann lieber richtig coole Uptempo-Rocker wie "The slide" oder "I see through you". Die dezente Ähnlichkeit mit Queens of the Stone Ages' "No one knows" beim Rausschmeißer "No more" übersehe ich wirklich gerne, denn der Song entschädigt bestens für die doch etwas schleppende Electric-Version des 2008er EP-Titelsongs "Wasted heart". Alles in allem: Wenig zu mäkeln, viel zum Abrocken und immer mal wieder wundern, daß der gute Duff auch ein verdammt guter Sänger und Gitarrist ist. Den Begriff "Sleaze" klammern wir einfach mal aus. (sw)
- 8/10 -
|
|
|