VÖ: 17. April 2009 Massacre Records
Wirklich schlechte Alben haben Disbelief bisher noch nie abgeliefert - aber der ganz große Durchbruch gelang irgendwie auch noch nicht. Mit "Protected hell" - dem mittlerweile 8. Album des Darmstädter Quartetts - schickt man sich nun an, dies zu ändern. Die Verbindung aus Death Metal mit einem Hauch von Progressivität und die Gegensätze aus Zerstörung und emotionalem Tiefgang machen Disbelief zu einer der wohl innovativsten und einzigartigsten Death Metal Bands in Deutschland. Man unterwirft sich keinem gängigen Schema, sondern punktet mit eher ungewöhnlichen bzw. untypischen Songstrukturen und -konstruktionen. Ob bedrohlich und düster-atmosphärisch wie "Nemesis rising" oder "One nation's son", Midtempo-Nackenbrechern wie "Room 309 (Kraftprinzip)" oder meinem persönlichen absoluten Favouriten - der mächtigen und über jeden Zweifel erhabenen Death Metal-Granate "Hell goes on", dessen Mörder-Refrain sofort zu fesseln weiß - das Album kann auf ganzer Linie überzeugen. Die Produktion ist insgesamt aggressiv, dreckig, schwer und roh und versprüht zu jeder Sekunde die typische Atmosphäre der Band - gekrönt von der überaus markanten und wiedererkennungsstarken Stimme von Karsten 'Jagger' Jäger. Mit "Protected hell" ist der Band ein wirklich verdammt gutes Album gelungen! Wie heißt es so schön im Pressetext: "Es packt Dich und lässt Dich nicht mehr los!" (maz)
- 8,5/10 -
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