DIORAMIC - Technicolor

VÖ: 22. Januar 2010
Lifeforce Records

Wie würde man die Musik auf "Technicolor" beschreiben? Post-Hardcore, Alternative, Metal, Ambient, Screamo, New Prog, Experimentell? Oder gar eine Mischung aus allem? Der Pressetext spricht jedenfalls von "Art Core", und zumindest ist es erfreulich, dass sich das Trio (!) aus Kaiserslautern nicht am allgemeinen Genre-Roulette beteiligt, sondern gänzlich frei von irgendwelchem Schubladen- oder Spartendenken einfach sein Ding durchzieht. Da läuft nichts nach einem bestimmten Schema ab, nichts muss irgendjemandem zwingend gefallen. In Sachen Originalität, Kreativität und auch Abwechslungsreichtum macht den Jungs jedenfalls kaum jemand etwas vor.
Obwohl die Songs mit 4 bis 5 Minuten meist recht kompakt gehalten sind, leben die teils höchst atmosphärischen Titel von einer Vielzahl von Breaks und Tempowechseln. Das alles mag zwar letztendlich vielleicht Höchtsnoten im Bereich Innovation geben, aber ein bißchen schwer im Magen liegt "Technicolor" auch nach mehrmaligem Durchlauf trotzdem (oder gerade deswegen?). Viele Muster und Strukturen wollen sich mir irgendwie nicht so wirklich erschließen, aber zumindest sind hier drei wirklich musikalische Profis am Werk, die sich meist höchst künstlerisch durch die elf Songs frickeln. Und um abschließend einen Anspieltipp zu nennen: "Doom" ist einer metallischsten Songs auf dem Album, und bietet einen recht guten Querschnitt. (maz)

- 6,5/10 -



 



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