DIECAST - Internal revolution

VÖ: 17. November 2006
Century Media

Das 2004 erschienene "Tearing down your blue sky" ließ hoffen, dass Diecast nach dem Abebben der Metalcore-Welle zu den Überlebenden zählen würden. Mit "Internal revolution" braucht man sich darüber gar keine Sorgen mehr machen. Alles was der Vorgänger an guten Argumenten mitbrachte, wird hier verfeinert, auf das Wesentliche zusammen gepresst und an den nötigen Stellen auf ein nächstes Level gehoben. Maßgeblich verantwortlich dafür ist die gesteigerte Gesangs-(Ja!)Leistung von Paul Stoddard. Die Clean-Vocals wurden weiter ausgebaut und passen jetzt noch besser zu den jederzeit dynamischen Songs. Musikalisch ist die Truppe zwar im genannten Wasser zu hause (die Beatdowns sind mitunter mörderisch), doch kokettiert man immer wieder gerne mit normal-metallischen Bereichen. Das Verhältnis zwischen Cleangesang, Leadgitarre und treibender Doublebass im Refrain von "Fractured" lässt mich entfernt an Nevermore denken, bei "Weakness" will man fast Slayer brüllen und das Eröffnungsriff von "Fade away" treibt jedem Old-School-Metal-Fan Freudentränen in die Augen. Und wer zum Abschluß mit "The coldest rain" auch noch ein traumhafte Halbballade im Gepäck hat, muss sich um sein Überleben keine Sorgen machen.
Nicht nur deshalb sondern auch weil ich mir extra noch mal das Vorgängeralbum als Vergleich angehört habe, bin ich bei der Steigerung dieses Mal wirklich geneigt, tiefer in die Tasche zu greifen. Well done, Boston-Boys! (sw)

- 9/10 -



 



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