VÖ: 09. Juli 2010 Century Media
Devil Sold His Soul sind einmal mehr eine dieser britischen Bands, die vom Kerrang!-Magazin in den höchsten Tönen gelobt werden (wobei man sich allerdings manchmal fragt, ob es auch Bands gibt, die von denen nicht gelobt werden). Fakt ist jedenfalls, dass das Sextett - neben der klassischen 5er-Besetzung, ist auch noch jemand für Samples zuständig - seit 2004 aktiv ist, und nach einer EP und einem Album, nun ihre dritte Veröffentlichung auf den Markt wirft. Musikalisch ist die Bandbreite relativ groß. Das beginnt bei Post-Hardcore, geht über typische Screamo-Parts und Rock, bis hin zu Ambient-Klängen, und selbst von Prog Metal ist die Rede, wobei das etwas arg weit hergeholt sein dürfte. Obwohl: Die meisten Songs auf "Blessed & curdsed" bewegen sich oberhalb der 6-Minuten-Marke, und sind durchaus komplex, dynamisch, und hier und da vielleicht auch bißchen progressiv. Zum flüchtigen nebenbei Anhören eignet sich das Album jedenfalls nicht. Viele Feinheiten öffnen sich einem erst nach mehrmaligem Durchlauf, so wie z.B. die förmlich schwebende Zerbrechlichkeit bei "Frozen". Die Songs wechseln gekonnt zwischen apokalyptischer Härte, Verzweiflung, Aggression und Schmerz. Das alles ist wahrlich keine leichte Kost, sondern vielmehr eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Ein Großteil der Parts bewegt sich dabei im eher ruhigen bis Midtempo-Bereich, und erinnert mich von der musikalischen Seite her, hier und da an die italienische Rockband Klimt1918. Wer auf eine etwas ruhigere Variante von Isis oder Kylesa steht, sollte "Blessed & cursed" mal antesten. (maz)
- 7/10 -
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