DEVILDRIVER - Pray for villains

VÖ: 10. Juli 2009
Roadrunner Records

Im Vorfeld hat Frontmann Dez Farfara bereits angekündigt, daß es keinen Reiz hätte, wieder ein noch brutaleres und schnelleres Album aufzunehmen. Dieses Mal sollten die Songs mehr Substanz haben. Und wieder hat der Mann mit dem unverwechselbaren Organ Recht gehabt. "Pray for villains" ist mit Abstand das interessanteste und vielschichtigste DevilDriver-Album. Ich bin wirklich überrascht. Aber keine Panik. Die wahnsinnig kraftvollen und dynamischen Drums sind noch da - sie wurden nur tempomäßig etwas gedrosselt und entwickeln mitunter höllisch geile Grooves. Und was schon auf den drei Vorgängers stetig zu beobachten war, trifft hier um so mehr zu - daß die Gitarren mehr Luft denn je zum Atmen bekommen. Gefühlvoll ausgearbeitete Soli, tolle Melodien - alles eingebettet in das bekannte DevilDriver'sche Grundgerüst aus Moderne und Tradition. Und aus dieser Entwicklung entstehen urplötzlich Hammersongs wie der Classic-Anwärter "Teach me to whisper" oder das live für Tumulte sorgende "Another night in London" - nur um mal zwei Beispiele zu nennen. Daß man den eröffnenden Titelsong (einfach große Klasse!) und den Thrash-Rausschmeißer "I see belief" als die direktesten und härtesten Songs auf "Pray for villains" betrachten kann, erklärt den Rest. DevilDriver sind variabler denn je und führen ihren ureigenen Stil unbeirrt fort. Weiter so! (sw)

- 8,5/10 -



 



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