DECREPIT BIRTH - Polarity

VÖ: 23. Juli 2010
Massacre Records

Wer seine Death Metal-Hausaufgaben seit den 90ern nicht gemacht hat, dem wird beim dritten Decrepit Birth-Output mit Sicherheit schwindelig. Was das Ami-Quartett hier für ein Technikfeuerwerk raushaut, verschlägt mir echt die Sprache. Irrsinnig leichtfüßig, und wie selbstverständlich kreuzt man hier höchst anspruchsvollen, Blast-getränkten Up-to-date-Death Metal (merke: Metal, nicht Core!) mit einer virtuosen Gitarrenarbeit, die fast schon pausenlos das Innovativste huldigt, was die 90er zu bieten hatten: DEATH! Chuck, ich weiß nicht, was Du von den heutigen, moderneren Produktionen halten würdest, von kraftvollen Grunzern, die man nicht ganz versteht, oder von nähmaschinenartigen Power-Drums. Aber Gitarrist Matt Sotelo scheint dich wirklich zu lieben, ohne deinen Ruf auch nur im Geringsten zu schädigen. Solche Glanzstücke wie das furiose "Solar impulse", "Polarity", "Symbiosis", oder das knackige "A brief odyssey in time" (eine Minute kann manchmal so ausreichend sein), bekommt man heutzutage nicht allzu oft zu hören. Und wenn mir jetzt noch das Death-Cover "See through dreams" vorliegen würde, hätte ich die 9 Punkte wohl voll gemacht. (sw)

- 8,5/10 -



 



DEMIURG - Slakthus gamleby
DEATH BEFORE DISHONOR - Better ways to die