DARKSEED - Poison awaits

VÖ: 23. Juli 2010
Massacre Records

Die Ursprünge von Darkseed aus Bayern gehen bereits auf das Jahr 1992 zurück. Zusammen mit Crematory zählt man also zu den dienstältesten deutschen Gothic Metal-Bands. Nach dem Ausstieg u.a. von Sänger und Hauptsongschreiber Stefan Hertrich im Jahre 2006, stand die Truppe kurz vor dem Aus, hat dann aber einfach Drummer Harald Winkler ans Mikro gestellt, und die zwei freien Positionen neu besetzt.
Und dieser Harald Winkler macht seinen Job gar nicht mal so verkehrt. Er singt zwar ein Stückchen poppiger als sein Vorgänger, aber seine Klangfarbe passt dennoch perfekt in den typischen Darkseed-Sound, der irgendwo zwischen Gothic Metal und Dark Rock liegt, und immer wieder mit meist dezenten Keyboardklängen aufgepeppt wird. Das alles erinnert hier und da an Lacrimas Profundere (nur nicht ganz so heavy), ältere The 69 Eyes oder in Ansätzen auch an The Sisters of Mercy ("Timeless skies"). Die Songs sind durchweg auf gutem Niveau, wenngleich der eine oder andere Refrain vielleicht eine Portion zu eingängig und süss ist ("Poison awaits"). Die Ballade "Seeds of sorrow" ist vor allem von der gesanglichen Leistung her eher grenzwertig, vieles auf "Poison awaits" wirkt ein wenig arg glatt, und einen wirklichen Hit kann man auch nicht bieten, obwohl "Roads" oder "All is vanity" dem schon recht nahe kommen. Ein wirklich ordentliches, gut hörbares und kurzweiliges Album, das der neuen "Twilight"-Generation ausgesprochen gut gefallen müsste. (maz)

- 7/10 -



 



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