VÖ: 24. Oktober 2008 Indie Recordings
Ich erinnere mich noch dunkel an das 2006er Debüt "Terra", welches ziemlich belanglos an meinem Ohr vorbei plätscherte. Da hatten der norwegische Borknagar-Kopf Oystein G. Brun und sein Bandkollege und Goldkehlchen Mr. V (Vintersorg) die Vision moderneren Black Metal mit der Erhabenheit großer Filmsoundtracks zu verknüpfen. Der Ansatz ist ja auch gut gemeint. Aber der Umsetzung mangelt es einfach an den großen Ideen. Und die Nutzung eines Drumcomputers (etwas Gegenteiliges konnte ich nicht ausmachen) gibt dem Ganzen eine vielleicht sogar gewollte sterile Stimmung, macht das Gesamtwerk aber dennoch etwas kraftlos. Und wenn sich das Duo in den Songs eher ihren Wurzeln widmet, fällt mir immer wieder der Name Dimmu Borgir ein. Warum lässt sich im Unterschied zwischen beiden erklären. Denn Dimmu Borgir spielen einfach ihren Black Metal mit immer größer werdenden Klassikanteilen, die fast soundtrackartig klingen, obwohl es nicht die vordergründige Absicht war. Cronian hingegen gehen mir etwas zu avantgardistisch vor und setzen sich mit "Enterprise" zu stark zwischen ihre selbst gesetzten Stühle. (sw)
- 6,5/10 -
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